Kreis Aktive Bäuerinnen

Berichte

Wovon leben wir, wenn wir immer älter werden? Altersvorsorge heute ein Muss?!

Diese Frage stellten sich kürzlich 25 Frauen aus dem Kreis Aktive Bäuerinnen des KreisLandFrauenverbandes Oldenburg. Sie trafen sich am 06. November im Deutschen Haus in Kirchenhatten und luden zur Beantwortung dieser Fragestellung Frau Eva-Maria Asmussen von der Landwirtschaftskammer der Sozioökonomischen Beratung ein.

 

Jeder möchte im Alter unabhängig von Staat und Partner sein und dieses Ziel ist durch eine gute Planung der Altersvorsorge zu erreichen. Frau Asmussen zeigte an individuellen Lebenswegen die einzelnen Bausteine auf, welche zu einer auskömmlichen Gesamtrente führen können. Der Anspruch auf Regelaltersrenten sind durch die Erfüllungen von Wartezeiten von mind. 15 Jahre in der Deutschen Rentenversicherung und 5 Jahre in der Alterskasse zu erreichen. Sozialversicherungspflichtige Anstellung, Übernahme des Nebenerwerbbetriebes der Eltern, Aufgabe der Anstellung, Vollerwerbslandwirt, als Ehegatte eines Landwirts pflichtversichert in der Landwirtschaftlichen Alterskasse oder Kindererziehung führen nicht nur zu Veränderungen der persönlichen Vita. Bei jeder Entwicklung sollte man schauen, ob man noch richtig versichert ist und eine Meldung an die LAK oder DRV auslöst. Während der Kindererziehung kann man sich von der LAK befreien lassen. Mit Anfang 40 empfiehlt Frau Asmussen eine erste Rentenüberprüfung bzw. Kontenklärung und macht den Gang zur Landwirtschaftlichen Alterskasse und Deutschen Rentenversicherung unerlässlich. Wie ist der IST-Zustand, der zukünftige BEDARF und welches SOLL möchte man erreichen. Eine persönliche Bedarfsplanung für das Alter ist z. B. Wohnung, Miete, Hausrat, Auto, Verkehr und der Unsicherheitsfaktor Gesundheit. Rentenlücken lassen sich mit einem zeitigen Ansparplan und durch Zinseszinseffekt schließen. Die Niedrigzinspolitik macht es Sparern jedoch schwer. Altersvorsorge mit Investitionen in die Landwirtschaft sind momentan ebenso unsicher, wie Investitionen in den überhitzten Immobilienmarkt. Der Staat bietet für Sparer die Rürup- und die Riesterrente mit interessanten Fördermöglichkeiten an.

 

Nicht zu vergessen ist, dass auf Renten und Privatvorsorge auch Steuern gezahlt werden müssen. Ab Stellung des Rentenantrags sind auf fast alle Einkünfte auch Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung fällig. Das Landvolk hat eine Kooperationsvereinbarung mit der SVLFG und steht für die Rentenantragstellung beratend zur Seite. Und wenn alles ganz anders kommt, bietet das Landvolk und die Landwirtschaftskammer auch Absicherungsmöglichkeiten an, z. B. Vorsorgevollmacht und Testament.

 

Am Ende des Abends waren sich alle Mitglieder einig, dass man dieses Thema zeitig anpacken muss. Bei Tee und Kaltgetränken wurde noch lange weiterdiskutiert.   

 

Das nächste Treffen des Kreises Aktive Bäuerinnen ist ein Tagesseminar und findet am 08. Januar 2020 um 9:45 Uhr auf dem Hof Heinemann in Hude-Wüsting zu dem Thema „Stress / Arbeitsbedingte psychische Belastungen in der Landwirtschaft“ statt.

Anmeldungen unter baeuerinnen [at] kreislandfrauenverband-oldenburg.de oder per WhatApp unter der bekannten Nummer.

Bericht Heike Hohnholt

 

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Betriebsbesichtigung der Genossenschaft Erzeuger-Großmarkt Langförden eG in Oldenburg, kurz ELO am 24.10.2019

Dank gutem Erntewetter wurde frisch geernteter Grünkohl vom Mitgesellschafter bzw. ortsansässigem Landwirt angeliefert und die ELO-Frost gewährte 12 Frauen des Kreises Aktive Bäuerinnen interessante Einblicke in die Verarbeitung von Grünkohl.

 

Bei einem Betriebsrundgang erklärte Mitarbeiter Herr Niemann, zuständig für Produktion und Beschaffung bei der ELO-Frost, die einzelnen Stationen der Verarbeitungstechnik von Grünkohl. Seit 1974 werden dort Tiefkühlfrüchte und -gemüse verarbeitet. Erst 2018 wurde eine Investition von mehr als 6 Mio. Euro für Produktion und Modernisierung mit Lasertechnik getätigt. Er verwies auf die enge Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Landwirten und lässt dadurch sicherstellen, dass zum optimalen Zeitpunkt geerntet und innerhalb weniger Stunden die komplette Weiterverarbeitung bis zum endgültigen Tiefkühlprodukt erfolgen kann, mit dem Ergebnis von Top-Frische und feinster Qualität.  Das Unternehmen erfüllt somit die Grundsätze der Regionalität und der schnellen hochwertigen Verarbeitung.  Schon vor der Ernte wird jedes Feld auf Qualität und Rückstände von Pflanzenschutzmitteln überprüft. Die Aktiven Bäuerinnen verfolgten die einzelnen Schritte von Sieben, Sortieren, Verlesen und Waschen des Grünkohls. Anschließend wurde der Grünkohl Vitaminschonend erhitzt und in der weiteren Produktionslinie lose und rollend gefrostet. Nach der Verpackung in Beutel, Kartons und schlussendlich auf Palette landete das Gemüse bei – 20 C° im  Hochregallager.

 

Die Aktiven Bäuerinnen interessierten sich insbesondere auch für die Ansprüche des Grünkohlanbaus, die Bodenqualität, Klimaansprüche, Beregnung, Erntetechniken, Ertragslage und Kreislaufwirtschaft. Der Anbau von Spinat, eines der wichtigen Gemüse aus der Produktpalette von ELO-Frost, stellte die Landwirte in den letzten 2 Sommern mit den hohen Temperaturen und langen Trockenperioden vor großen Herausforderungen.

 

Die Mitglieder konnten sich, nach dem Spaziergang durch das hochmoderne Frostlager von ELO-Frost in Borgerdings Mühle in Langförden bei einem leckerem Grünkohlessen und warmen Tee wieder aufwärmen.

 

Das nächste Treffen des Kreises Aktive Bäuerinnen findet am 06. November um 19:30 Uhr im Hotel „Zum Deutschen Haus“, Kirchhatten zu dem Thema „Rentenlücke: Wovon leben wir, wenn wir immer älter werden“ statt.

 

 Bericht Heike Hohnholt

 

Bilder ELO

Betriebsbesichtigung bei Anke und Sandra Meyer in Vielstedt

Die Mitglieder des Kreis Aktive Bäuerinnen des KreisLandFrauenverbandes Oldenburg e.V. suchen den direkten und betrieblichen Austausch. Der sehr vielseitig und breit aufgestellte landwirtschaftliche Familienbetrieb Meyer in Vielstedt gewährt 25 Aktiven Bäuerinnen am 22. März 2019 bei schönsten Frühlingswetter interessante Einblicke in die unterschiedlichen Betriebszweige.

 

Während des Rundganges beantwortete Matthias Meyer Fragen zu Rasse, Züchtung und Vermarktung seiner Rinderzucht. Diskutiert wurden präventive Maßnahmen zur Tiergesundheit. Es sind oft kleine Stellschrauben die das Immunsystem eines Kalbes in den ersten 4 Wochen stärken. Sandra Meyer merkte an, dass die erste Muttermilch der Kuh nach wie vor das Beste ist sowie Frischluft - aber keine Zugluft. Auch die Klauengesundheit der Milchkühe war Thema und ist für das Gesamtwohlbefinden der Tiere von Bedeutung. So wurden immer wieder Verbesserungen in der Haltung vorgenommen.

 

Die Aktiven Bäuerinnen, darunter selbst viele Milchviehhalterinnen, konnten den Melkvorgang mit dem Melkkarusell verfolgen und über die unterschiedlichsten Melktechniken fachsimpeln. Interessant war auch die Kreislaufwirtschaft von Gülle, Mist und Futterresten die in der hofeigenen Biogasanlage verwertet werden und als wertvollen Nährstoff den landwirtschaftlichen Flächen wieder zugefügt werden.

 

Anke Meyer zeigte und erläuterte den Mitgliedern die Funktionen ihrer Strohfixanlage. STROHFIX ist eine Einstreu aus gemahlenem Stroh, das man in unterschiedlichen Ausführungen für verschiedene Einstreubedürfnisse, z. B. für Pferde und Rinder, erhalten kann. Bei der Verarbeitung in einer Hammermühle wird das Stroh nicht geschnitten, sondern zerschlagen, anschließend entstaubt und in handliche 20 kg-Säcke für den Verkauf verpackt.

 

Bei einer anschließenden gemütlichen Kaffeetafel konnten Anke und Sandra Meyer noch viele Fragen der Mitglieder beantworten.

 

Das nächste Treffen des Kreises „Aktive Bäuerinnen“ findet im September mit der Besichtigung von Blühflächen statt.

Bericht u. Foto Heike Hohnholt

 

Bankgespräche erfolgreich vorbereiten mit Heike Oltmann

Aktuelle landwirtschaftliche Themen stehen beim Kreis Aktive Bäuerinnen des KreisLandFrauenverbandes Oldenburg auf dem Programm. In der letzten Woche gab Heike Oltmann, Agrar-Banking der NordLB in Kirchhatten vor 25 interessierten Frauen viele Tipps, um Bankgespräche erfolgreich vorzubereiten.

 

Für Investitionen im landwirtschaftlichen Bereich werden Kredite benötigt. Außerdem gibt es eine zunehmende Restriktion in der Tierhaltung und Pflanzenproduktion durch gesetzliche Auflagen. So sind Bau von Güllebehältern, Verbot der Käfighaltung, Abluftreinigung, Ausgleichsmaßnahmen zu nennen. Diese belasten zusätzlich die ökonomischen Betriebsziele. Die Referentin erläuterte die Vorgehensweise der Banken und welche Fragen vor einer Finanzierung beantwortet werden müssen. Zahlen, Daten und Fakten optimieren die Verhandlungsposition und erfüllen zugleich die Erwartung der Bank an den Kunden. Die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens muss immer beachtet werden. Unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten wurden von Oltmann vorgestellt.

 

Nach dem Vortrag fand eine lebhafte Diskussion statt, bei der viele Fragen geklärt wurden.

 

Das nächste Treffen des Kreises Aktive Bäuerinnen findet am 22. März als Betriebsbesichtigung in Vielstedt statt.
Anmeldungen unter baeuerinnen[at]kreislandfrauenverband-oldenburg.de

 

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