BannerbildBannerbildBannerbild

Erntedank 2022

Wir, die KreisLandFrauen, Kreislandvolk, Junge Landfrauen, Junglandwirte und alle aus den grünen Berufen bedanken sich, dass wir auch dieses Jahr wieder Gast des Kreishauses und Überbringer der Erntedankgrüße sein durften. Es ist Tradition die Erntekrone dem Landrat, dem Kreishaus und den Bürgern des Landkreises als starke Symbolik des Erntedank, zu überreichen.

Wir danken auch dieses Jahr und möchten bereits vor der Eingangstür des Kreishauses aufrütteln und wieder sichtbar werden mit unserem verschwundenen Landwirt. Dieses Jahr ohne Erntekrone.
Denn wir haben das Paradies verlassen und es ist die Ära der Knappheit von Gütern, Arbeitskräften und Energie angebrochen. Wörter wie Coronakrise, Seuchen, Klimakrise, Energiekrise, Rohstoff- und Versorgungskrise, Krieg und Inflation beherrschen die Überschriften. Der Sockel Grundversorgung gerät in der Bedürfnispyramide bei vielen Familien ins Wanken.
Und bei der Transformation der Landwirtschaft gesellt sich ein Tsunami der landwirtschaftlichen Betriebsaufgaben hinzu. Eine Ohnmacht macht sich breit und nach dem großen Aufschrei folgt ein stummer Abtritt. Müssen wir uns Fragen: Ist bald auch die Kreislaufwirtschaft in Gefahr und die natürlichen Nährstoffe für unsere Böden werden knapp. Selbst Gülle und Mist scheint ein begehrtes knappes Gut in einem Roten Gebiet zu werden?
Was nützen uns die schärfsten Gesetze für gesunde Nahrungsmittel in Deutschland, wenn immer mehr Lebensmittel aus dem Ausland kommen. Vielfach über den Versandhandel und unkontrollierbar. Welchen Standard müssen diese erfüllen: „Nicht Gesundheitsgefährdend“! Reicht uns das? Für Fleischersatzprodukte gibt es keine Langzeitstudien. Reicht uns nur satt oder sollte es auch gesund sein? Verlieren wir die Übersicht für eine gesunde Ernährung bei all den Empfehlungen aus der Informations- und Marketingflut, welches die Gesundheitskrise mit Mangelernährung komplementiert. Ein Schulfach für Ernährung ist mehr denn je notwendig.
Für unseren wunderschönen Landkreis Oldenburg ist festzustellen, war es diesen Sommer wieder zu trocken. Durch den nassen Winter und den letzten rettenden Juniregen wurde vielerorts noch eine auskömmliche Getreideernte eingebracht mit noch guten durchschnittlichen Erträgen. Aber auch Mindererträge von 20 – 30 % wurden gemeldet. Die Getreidepreise waren dieses Jahr bedingt durch den Ukrainekrieg sehr volatil. Der Raps überraschte mit überdurchschnittlichen Erträgen von 4 ½ bis 5 to. Besonders die Maisernte fällt im Landkreis sehr unterschiedlich aus und ist der Anzeiger von regional zu geringen Niederschlägen und Wassermangel. Nach 2 reichlich guten Grasschnitten für das Grundfutter zeigt sich auch hier der Wassermangel durch fehlenden neuen Aufwuchs des Grases.
Fragen der Zukunft sind: Das unser kostbares Wasser nicht in die Meere abfließen und versalzen zu lassen. Können unsere Wälder als Wasserspeicher dienen, welche auch unter Trockenheit leiden. Können wir unsere Städte grüner machen und somit der Klimaerwärmung entgegenwirken. Grünes kühlt und weniger Versiegelung speichert Wasser. Bei jedem Haus ein Obstbaum für die Vielfalt und das Frischeerlebnis für den Gaumen. Sind die Grenzen des Zuzuges in unsere Region und der damit verbundenen Versiegelung bei immer mehr Wasserbedarf erreicht?


Bei all den Herausforderungen sind wir dankbar für die Unterstützung aus dem Kreishaus!


Zitat von August Lämmle:
Dass Gottes Wort und ein Stück Brot ein Großes sind,
weiß erst die Not.

Fotoserien

Erntedank 2022 (DO, 29. September 2022)

Weitere Informationen

Veröffentlichung

Fr, 16. September 2022

Bild zur Meldung

Weitere Meldungen

Veranstaltungen